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Öko-Strom

Wer sich mit dem Gedanken trägt, seinen Stromanbieter zu wechseln, muss sich notgedrungen mit dem Thema Energie- und Stromerzeugung befassen. Dabei stößt man immer wieder auf Begriffe wie "regenerative Energien" oder "Öko-Strom". Aber was sind eigentlich regenerative Energien und wie genau entsteht Öko-Strom?

Regenerative Energiequellen sind erneuerbare Energiequellen. Dazu zählen alle zur Energiegewinnung eingesetzten Stoffe, die nach dem heutigen Kenntnisstand nachwachsen oder unbegrenzt zur Verfügung stehen. Sie stehen damit im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen wie Kohle, Uran, Gas oder Erdöl, die nur noch in einem eingeschränkten Maß verfügbar sind. Erneuerbare Energiequellen sind somit Wind, Wasser, Erdwärme und Sonne, die bei der Energiegewinnung nicht verbraucht, sondern lediglich genutzt werden. Nachwachsende Rohstoffe wie Holz und andere pflanzliche Stoffe zählen ebenfalls zu den regenerativen Energiequellen, da sie zwar verbraucht werden, aber ständig nachwachsen.

Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen stehen sie unbegrenzt zur Verfügung, zum anderen entstehen bei ihrem Einsatz zur Energieerzeugung Schadstoffe gar nicht oder nur in relativ geringen Mengen.

Strom, der aus regenerativen Energiequellen gewonnen wurde, ist immer auch Öko-Strom. Aber es gibt auch noch andere Energiequellen, die zur Erzeugung von Öko-Strom eingesetzt werden, obwohl sie nicht erneuerbar sind. Dazu zählen Deponie-, Klär- und Grubengas. Diese Gase würden, setzte man sie nicht zur Energiegewinnung ein, als schädliche Emissionen die Luft verunreinigen. Setzt man sie stattdessen aber als Energiequelle ein, haben sie einen nützlichen und ökologischen Effekt. Im weitesten Sinne gehört auch Strom aus Wärme-Kupplungsanlagen zum Öko-Strom, obwohl dieser nur dann wirklich ökologisch ist, wenn die Wärme-Kupplungsanlage im Zusammenhang mit Biomasse betrieben wird.

Biomasse, die zur Erzeugung von Strom eingesetzt wird, besteht aus organischen Substanzen, die durch tierische und pflanzliche Lebewesen anfallen, und zwar nachwachsende Rohstoffe wie Holz und schnell wachsende Pflanzen mit einem hohen Trockenmasse-Ertrag, und organische Abfälle wie organischer Hausmüll, also Biomüll, Klärschlamm, Gülle und Mist.

Die meisten Wärme-Kupplungsanlagen arbeiten derzeit noch mit fossilen Brennstoffen. Aufgrund ihres enorm hohen Wirkungsgrades wird jedoch der Brennstoff-Verbrauch so stark reduziert, dass man diese Art der Energiegewinnung ebenfalls als ökologisch wertvoll ansieht.

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